Autismus-Spektrum-Störung (ASS)
Autismus ist eine angeborene neurologische Entwicklungsstörung. Heute spricht man von der Autismus-Spektrum-Störung (ASS), da Autismus sehr unterschiedlich ausgeprägt sein kann.
Menschen im Autismus-Spektrum verarbeiten Informationen und Sinneseindrücke anders. Häufig fällt es ihnen schwer, Reize wie Lärm, Licht oder viele gleichzeitige Eindrücke zu filtern. Dies kann zu Überforderung führen.
Typische Besonderheiten zeigen sich vor allem in:
sozialer Interaktion und Kommunikation
Verarbeitung von Wahrnehmungen
Interessen und Verhaltensweisen, die oft gleichbleibend oder wiederholend sind
Viele autistische Menschen haben besondere Stärken, ausgeprägte Interessen oder hohe Fähigkeiten in bestimmten Bereichen. Gleichzeitig benötigen sie in anderen Lebensbereichen Unterstützung.
Nicht alle autistischen Menschen können ihre Bedürfnisse oder Gefühle klar ausdrücken. Verhalten dient daher oft als wichtige Form der Kommunikation. Mit Zeit und Erfahrung kann gelernt werden, dieses Verhalten besser zu verstehen.
Früher wurde zwischen frühkindlichem Autismus, Asperger-Syndrom und atypischem Autismus unterschieden. Da diese Abgrenzung in der Praxis schwierig ist, wird heute überwiegend der Sammelbegriff Autismus-Spektrum-Störung verwendet.
Autismus ist nicht heilbar, jedoch können gezielte Förderung, Therapie und passende Unterstützung die Teilhabe und Lebensqualität deutlich verbessern.
Bei einem Verdacht auf eine Autismus-Spektrum-Störung ist die erste Anlaufstelle der Kinderarzt oder Hausarzt, der an spezialisierte Fachstellen weiterverweist.
Weitere Informationen, Materialien und Hilfen bietet der Verein Autismus Deutschland e.V., auch mit Angeboten für Eltern und Informationen in leicht zu lesender Sprache oder speziell für Eltern.